Ihr installiertes Hauswasserwerk schaltet sich nicht automatisch aus, selbst dann nicht, wenn alle Entnahmestellen geschlossen sind. Wie können Sie dieses Problem beheben?

Um dieses Problem zu verstehen, erläutern wird Ihnen gern, wie ein Hauswasserwerk funktioniert. Damit lässt sich besser verstehen, worauf das Problem zurückzuführen ist und wie man es löst.

Funktionsweise Hauswasserwerk

Ein Hauswasserwerk hat die Eigenschaft, sich automatisch einzuschalten, wenn eine oder mehrere Entnahmestellen geöffnet werden (z.B. Wasserhähne, Waschbecken, Toiletten, Waschmaschinen, Rasensprenger usw.). Das Hauswasserwerk schaltet sich selbst auch wieder aus, wenn alle Entnahmepunkte geschlossen werden.

Das automatische Ein- und Ausschalten der Pumpe wird durch den Druckschalter gesteuert. Abhängig vom Typ Ihres Hauswasserwerks handelt es sich dabei um ein System mit Druckschalter, mit Drucksteuerung oder BRIO-Steuerung oder aber um ein "aktives" System. Diese Systeme messen nur den Druck in den Leitungen, an die die Pumpe angeschlossen ist, und handeln entsprechend.

Sobald eine oder mehrere Entnahmestellen geöffnet werden, fällt der Druck in der Leitung ab, woraufhin der Einschaltdruck der Pumpe erreicht wird. Die Pumpe beginnt dann zu pumpen, um wieder Druck aufzubauen, bis sie ihren Abschaltdruck erreicht hat. Der Abschaltdruck wird erreicht, wenn die Pumpe die Möglichkeit erhält, den maximalen Druck in der Leitung aufzubauen. Am schnellsten geht dies, wenn alle Entnahmestellen geschlossen sind (d.h. wenn kein Wasser entnommen wird).

Aber was müssen Sie tun, wenn Ihr Hauswasserwerk weiterläuft, auch wenn alle Entnahmestellen geschlossen sind?

Ursachen und die passenden Lösungen

1. Es befindet sich Luft im System
Wenn an irgendeiner Stelle Luft entweicht, kann die Pumpe den Druck nicht vollständig aufbauen und erreicht somit nie ihren Einschaltdruck.
Folge: Das Hauswasserwerk läuft immer weiter.
Lösung: Sorgen Sie dafür, dass alle Schläuche/Leitungen auf Undichtigkeiten geprüft und abgedichtet werden. Liegen keine Undichtigkeiten vor, überprüfen Sie alle Anschlüsse. Dies gilt sowohl für die Saug- als auch für die Druckseite. Versehen Sie sämtliche Anschlüsse mit Teflonband, um eine maximale Dichtigkeit zu gewährleisten.

2. Kein Rückschlag- oder Fußventil an der Ansaugseite installiert
Wenn kein Rückschlag- oder Fußventil installiert ist, läuft das Wasser aus dem Hauswasserwerk zurück in die Quelle, was die Pumpe als Wasserverlust wahrnimmt.
Folge: Das Hauswasserwerk merkt, dass der Druck in der Leitung fällt, und schaltet sich ein, um den Druck wieder aufzubauen.
Lösung: Installieren Sie ein Rückschlag- oder Fußventil auf der Saugseite der Pumpe. Ein Rückschlagventil/Fußventil hat die Eigenschaft, dass das Wasser nur in eine Richtung fließen kann, nämlich in Richtung der Pumpe. Der Wasserstand und damit auch der Druck können dadurch nicht sinken.

Hinweis: Alle Ansaugschläuche, die wir in unserem Sortiment haben, sind mit einem Fußventil ausgestattet. Wenn Sie einen Ansaugschlauch aus unserem Sortiment verwenden, kann dies nicht die Ursache sein.

3. Schmutz in einem Ventil
Wenn sich in einem Ventil Schmutz befindet, kann das Wasser durchlaufen.
Folge: Der Druck fällt ab und das Hauswasserwerk reagiert, indem es sich einschaltet.
Lösung: Entfernen Sie den Schmutz aus allen Ventilen, so dass sie wieder luftdicht schließen. Dies gilt für die folgenden Ventile:

  • Rückschlagventil
  • Fußventil
  • Beide Ventile einer Drucksteuerung und BRIO-Steuerung

4. Tropfleckage
Ein Hauswasserwerk kann allerlei Anwendungen im Haushalt (z.B. Toiletten, Waschbecken, Waschmaschinen) ausgezeichnet mit Wasser versorgen. Allerdings kann es manchmal (vor allem in Toiletten) zu einer Tropfleckage kommen. Dies heißt, dass Wasser tropfenweise aus der Leitung entweicht, beispielsweise im Spülbecken einer Toilette. Für Sie ist dies vielleicht nicht sichtbar, für die Pumpe ist es jedoch merkbar.
Folge: Da Wasser aus der Leitung sickert, findet eine Wasserentnahme und damit auch ein Druckabfall statt. Der Einschaltdruck wird erreicht und die Pumpe schaltet sich ein. Sie schaltet sich wieder aus, sobald der Abschaltdruck erreicht wird. Zwischen dem Ein- und Ausschalten kann ein Zeitraum von mehreren (zweistelligen) Minuten vergehen.
Lösung: Beheben Sie die Tropfleckage an der angeschlossen Anwendung, beispielsweise durch Einsatz eines stabileren Schwimmers oder Ventils.